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Thüringen streicht Stelle des Antiziganismus-Beauftragten.

Die Thüringer Landesregierung wird die Stelle eines Antiziganismus-Beauftragten nicht erneut besetzen. Wie ein Sprecher des Justizministeriums MDR Thüringen sagte, sieht die Landesregierung die Integration von Sinti und Roma als ressortübergreifende Aufgabe. Zuständig seien alle Ministerien – darunter Bildung, Arbeit, Gesundheit und Wohnen –, um einen gleichwertigen Zugang sicherzustellen.

Die Entscheidung stößt auf scharfe Kritik. Die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA e.V.) reagierte mit „großem Entsetzen und tiefem Bedauern“. Geschäftsführer Dr. Guillermo Ruiz warnte: „Wer glaubt, Antiziganismus ließe sich ohne klare Zuständigkeiten und politische Verantwortung bekämpfen, verkennt die Tiefe und Tragweite des Problems.“ Aus Sicht von MIA entzieht sich Thüringen mit diesem Schritt seiner Verantwortung und schwächt den Kampf gegen antiziganistische Diskriminierung.



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